Auf meiner Visitenkarte steht

In jungen Jahren herausfinden, welcher Themenbereich den eigenen Talenten und Neigungen entspricht und durch laufende praktische und theoretische Aus- und Weiterbildungen immer besser werden. Das ist eine Fachkarriere.

Das besondere an der Fachkarriere ist, sich in seinem Fachgebiet zu dem/der besten Ansprechpartnerin für Kollegen, Kunden und Vorgesetzten zu entwickeln. Fachkarrieren in der Industrie beginnen mit einer technischen Lehre, mit einer HTL-Ausbildung oder mit einem Hochschulstudium.
Im Folgenden stellen wir jeden Monat eine weitere Person vor, die es geschafft hat, die eine Fachkarriere in der Industrie „hingelegt“ hat.

Lange Zeit wollte ich Rechtsanwalt werden, je näher sich die Schule jedoch dem Ende zuneigte, desto mehr trat das technische Interesse zutage.

- Marc Richling

Head of Extrusion Development, Rosendahl Nextrom GmbH, Pischelsdorf

Grundsätzlich würde ich alles wieder so machen, denn Handwerk hat sicher Zukunft. Aber ich würde mich für eine Lehre mit Matura entscheiden.

- Albert Kainz

Albert Kainz – Area Service Manager

Meine liebsten Fächer in der Schule waren die Naturwissenschaften. Vor allem aber Physik und Mathematik haben mich immer schon begeistert.

- Dr. Ingrid Jonak-Auer

Principal Engineer, Technology R&D, ams AG Leitende Ingenieurin, Forschung und Technologieentwicklung, ams AG

Ich würde alles wieder so machen, wie ich es bereits getan habe – vielleicht mit etwas mehr Ruhe und Geduld. Etwas habe ich aber schon gelernt: Beginne nicht zu viele Dinge gleichzeitig, weil es sonst schwierig wird den Fokus zu behalten.

- DI Alfred Freiberger

Head Advanced R&D, Gobal Technology, SECOP Austria GmbH, auf Deutsch: Leiter der globalen Vorausentwicklung bei SECOP.

Meine Arbeitstage setzen sich aus Besprechungen mit KollegInnen und KundInnen, Brainstorming, um neue Ideen und Lösungen zu entwickeln und die Mitarbeit in internationaler Standardisierung (Normen) zusammen.

- Franz Amtmann

DI Franz Amtmann – System Architecture. Ich bin für die Systemarchitektur von RFID-Chips zuständig.

Diese Erfindung hätte ich gerne gemacht bzw. würde ich gerne machen: Diese Frage ist für mich einfach zu beantworten: Beamen.

- Thomas Illigasch

Ich habe zwei Visitenkarten. Auf der Karte für Graz steht: Montagegruppenleiter. Und auf der Karte für meine „Auslandseinsätze“ kann man „Site Erection, Senior Supervisor“ lesen.

Ich würde mein Leben ein zweites Mal gleich leben wollen – und auch meinem Leitspruch treu bleiben: „Genieße jeden Tag als wäre es dein Letzter“.

- DI Armin Wiedenhofer

Project Leader, BUAP also Projektleitung im Geschäftsfeld „Advanced Packaging“, Bereich Operations & Technology (= Technologieentwicklung). In diesem Bereich beschäftigen wir uns mit der Frage, wie Microchips in Leiterplatten integriert werden können

Mein liebstes Fach in der Schule: Turnen, da ich ein Typ bin, der sehr viel Bewegung braucht.

- Gottfried Halwachs

Geschäftsführer der Stahl- und Fahrzeugbau Grabner GmbH

Das zu tun was du gerne machst, denn darin wirst du auch gut werden, wenn du es noch nicht weißt, schöpfe alle Möglichkeiten aus Neues auszuprobieren um es zu erfahren.

- Alois Kien

M&R Automation GmbH Leiter Operations / Prokurist Im Bereich Operation mit über 200 Mitarbeiter, den ich gemeinsam mit meinem Kollegen Roland Horny leite, erfolgt die gesamte Projektplanung und Umsetzung. Operations ist aufgegliedert in fünf Fachabteilungen; Projektmanagement, Maschinenbauplanung, Elektroplanung, SPS-Programmierung, Mechanische-/Elektro-Montage. In der Montage beschäftigen wir aktuell 17 Lehrlinge. In Summe hat die M&R Automation GmbH 300 Mitarbeiter davon 20 Lehrlinge.

Dank meiner schulischen Leistungen durfte ich die HTL Bulme, Fachrichtung Maschinenbau, besuchen. Mit Schulabschluss war mir sicher: Ich will CAD-Konstrukteur werden! In den 80er Jahren waren Computer noch ganz neu und genau mit denen wollte ich arbeiten.

- Franz Hierz

Entwicklung – Konstruktion, Senior Engineer, Komptech GmbH

Ich würde gerne einen „Fliegenden Teppich“ erfinden, damit ich endlich die Lampen im Stiegenhaus aufhängen kann.

- Juliana Windhaber

Technische Angestellte des Werkzeugbaues, Arbeitsvorbereitung, voestalpine Rotec GmbH

Und wie für die meisten technischen Berufe gilt „Neugier“ hilft. Dinge und Zusammenhänge verstehen zu wollen ist eine der Grundbedingungen für eine gute Technikerin bzw. einen guten Techniker.

- DI Andreas Lessiak

Lead Architect, JCOP, NXP Semiconductors Gratkorn Also “Chef-Architekt” für ein Java Card Betriebssystem (Software), das speziell für die Mikrochips von NXP entwickelt wurde.

Das kann ich ganz klar sagen: Ich wollte Pilot werden! Die Faszination am Fliegen hat mich schon sehr früh gepackt.

- Mario Koroschetz

Prüfstandstechniker für Abgasnachbehandlung

Als ich noch stärker forschend tätig war, habe ich mir immer eine Sorte Stahl gewünscht, die alle chemischen und mechanischen Eigenschaften in einem Produkt vereint.

- Silvia Zinner

Technische Assistentin der Betriebsleitung, Block- und Grobwalzwerk, Böhler Edelstahl GmbH & Co KG

Für mich gibt es keinen typischen Arbeitstag. Der Tagesablauf ist von den jeweiligen Projekten, Aufgaben und Anfragen abhängig. Siemens ist weltweit aktiv, und so gilt es immer, verschiedene Zeitzonen, Kundenbedürfnisse und Vorgaben zu berücksichtigen.

- Ing. Martin Teichmann

Senior Engineer Advance Development Innovations Engineering Bogies (Entwicklungsingenieur für Fahrwerke), Siemens AG Österreich

Neben gutem technischem Know-how braucht man die ständige Bereitschaft, Neues zu erlernen. Wichtig sind aber auch die sogenannten Soft-Skills wie Kommunikationsfähigkeiten, Verhandlungsgeschick, Kompromissbereitschaft, Teamfähigkeit und Organisationstalent. Ja, auch als Technikerin muss man gerne mit Menschen arbeiten.

- DI Amira Derado

Concept Engineer, Chip Card und Security, Infineon Technologies AG, Development Center Graz

Als Kind wollte ich Mechanikerin oder Schauspielerin werden. Durch die naturkundlichen Übungen in der Hauptschule habe ich den Bereich Chemie kennengelernt - und dieser hat mich nicht mehr losgelassen.

- Ing. Franziska Haring

Chemotechnikerin, Qualitätskontrolle, G.L. Pharma GmbH

Hmm. Mach weiter so und erhalte dir deine Neugierde. Im Nachhinein betrachtet bin ich froh über meine breit gefächerte Ausbildung – von Sprachen über Philosophie und Naturwissenschaften war alles enthalten.

- DI Barbara Kavsek

Head of Research Group „Bio Sensors“ (Leiterin der Forschungsgruppe „Biosensoren“), Siemens AG Österreich, Graz/Wien

Meine liebsten Gegenstände waren Turnen, weil ich immer Freude an der Bewegung hatte und Fächer, in denen getüftelt werden konnte. Das waren anfangs Mathematik und Physik, später dann auch Mechanik.

- DI Andreas Milleder

Produktionsingenieur Papierausrüstung, Sappi Austria Produktions GmbH, Gratkorn

Schwierige Frage … Mit dieser Antwort wird niemand rechnen, aber ich würde gerne einen Weg finden, wie die natürliche Neugierde der Kinder während der Schulzeit erhalten werden kann. Neugier ist in meinen Augen der Schüssel für ein erfülltes Berufs- und Privatleben.

- DI Dr. Markus Brandner

Lead Engineer im Bereich Hochauflösende Oberflächenanalytik, Anton Paar GmbH, Graz